Das Ziel meiner Zucht ist es, unser Leben durch liebenswerte, gesunde, robuste Hunde zu bereichern.

Sind sie zudem auch noch hübsch anzusehn und entsprechen dem derzeitigen Rassestandard,

ist die Welt für mich perfekt.

Jeder Hund, der von mir in die Zucht genommen wird, wird VORHER auf vererbbare Krankheiten untersucht.

Nur bei absolut befundlosen Ergebnissen 'bewillige' ich eine Verpaarung.

Dies gilt selbstverständlich auch für den auserwählten Bräutigam.

Da die Zuchtvereine diese Untersuchungen für den Havanesen leider noch nicht erzwingen,

findet man nur wenig untersuchte Rüden.

Der Papa wird nicht nach Ausstellungsergebnissen ausgesucht,

sondern nach gesundheitsrelevanten Kriterien und

nicht zuletzt wird der 'Geschmack' der entsprechenden Hündin berücksichtigt. 

Ich mache keine Zwangsbelegung. Wenn mein Mädchen nicht will, hab ich halt Pech.

Die Natur wird wissen woran es lag.

Ist dann der große Tag da und das Brautpaar hat mich nicht enttäuscht, wird gezählt, gerechnet, gebangt, gehofft.

Meist bilde ich mir schon wenige Tage nach dem Deckakt ein, mein Mädchen habe sich totaaal verändert.

Das ist natürlich Quatsch, da die Befruchtung an sich erst weit nach dem Akt statt findet und man vor Abschluß

der ersten drei Wochen noch garnichts sehen kann.

Dann kommt endlich der Ultraschall und ich weiß, ob drei Wochen nicht schlafen belohnt werden.

Dann wirds noch viel schlimmer. Nun ist meine Disziplin gefragt. Nicht total verhätscheln. Sie ist NICHT krank !

Nein! Sie kann nicht schon wieder Hunger haben, sie hat keine Bauchschmerzen, alles ist in Ordnung usw,usw.

Eine Woche vor dem hundert Mal berechneten Geburtstermin, wird dann die Wurfkiste aufgebaut.

Damit ICH mich schon mal an sie gewöhnen kann.

Die Mädchen gebären sowieso wo anders, werden aber nach getaner Arbeit möglichst umgesiedelt.

 

Wo die Wurfkiste steht entscheidet sich individuell nach der Hündin.

Die Eine will bitte damit auf die Couch, die Andere möchte ihre Ruhe haben und sich ganz und gar störungsfrei

um die Kleinen kümmern. Dann stehen sie in der Küche, Schlafzimmer, Wintergarten, wo auch immer der liebste Platz der Mama ist.

Außer sauber machen, Gewicht und Nabel kontrollieren, kann ich dann noch nicht viel tun.

Wenn man von sechs Mal nachts aufstehen absieht, wenn man einen Flüchtling wieder zur Mama legen muß.

Mit zwei Wochen gibt's die erste Wurmkur. Womit ich mich schon direkt unbeliebt mache.

Und mit drei Wochen kommt endlich die erste Mahlzeit. 

Jetzt hört man schon mal die ersten Knurrversuche und es gibt Spielansätze.

Wieder eine Woche später, komme ich unangenehme Person, schon wieder mit der blöden Wurmkur.

Da wirds schon etwas schwieriger für mich.

Und noch sieben Tage, dann rächen die Kleinen sich mit phantasievollen Bemühungen unser Wohnzimmer zu ruinieren.

 Mit Erfolg !

Nun haben wir die Zeit erreicht, in der ich aus der Arbeit nicht mehr wieder heraus finde.

Ständig muß jemand gerettet, getröstet, bespielt, bekuschelt, gefüttert oder wieder in Form

gebracht werden- nachdem die Großen mit ihnen getobt haben.

Das Haus gleicht einem Tretminenfeld. Kaum hat man eine Pfütze weggewischt....

Dennoch ist der Boden hier so sauber, dass man von ihm essen kann...man findet immer was leckeres !!!

Bei schönem Wetter gehts ab in den Garten. Frische Luft stärkt auch bei Hunden das Immunsystem und

auch die Welpen genießen schon die Sonnenstrahlen.

Außerdem gibts hier viele spannende Gerüche und Geräusche.

Rasenmäher, Kühe, Autos, Motorräder, Nachbarn, Flugzeuge, Vögel,...

man kommt aus der Spannung kaum mehr raus.

Das ist eine sehr, sehr schöne Zeit. Abends sind dann aber auch alle sehr, sehr müde.

 

 Und unser "Alter" hat die Schnauze voll!

 

Mit acht Wochen wird das vierte Mal entwurmt. Das befinde ich mich dann schon in Lebensgefahr...

Einige Tage später kommt der Tierarzt um sich die Meute, incl. Mama, genau anzusehen und sie zu impfen, zu chippen und eingehend zu untersuchen. Jetzt kann ich die Stammbäume beantragen. Denn bei uns gibt es nur Hunde MIT Stammbaum !!

Dann kommt leider der gefürchtete Moment, wo die Rabauken uns verlassen.

Bei manch einem sind wir ganz froh:) aber im Allgemeinen ist das eine traurige Angelegenheit für uns.

Wir hoffen dann, für all' unsere Lieblinge die richtigen Menschen ausgesucht zu haben.

Die mit viel Geduld und Vernunft an den Welpen heran treten und ihn lieb haben, so sehr es nur geht.

Er vertraut ihnen, vertrauen sie mir. Rufen sie mich an, wenn sie verzweifelt sind.

Für jedes Foto bin ich dankbar. (Hier sollte sich der Ein- oder Andere peinlich berührt fühlen....!!!:) )

Wir haben, nach bestem Wissen und Einsatz aller erdenklichen Möglichkeiten, einen Welpen für Sie geschaffen

der selbstbewusst durchs Leben geht. Aufgeweckt und lustig ist.

Dem noch nie etwas Böses wiederfahren ist und der sehr, sehr geliebt wurde.

Ich bitte sie von Herzen, haben sie ihn lieb und wenn er sie auch manches Mal enttäuschen wird,

rufen sie mich an, schimpfen sie mich aus, schreien sie, weinen sie, aber bitte tuen sie ihm nicht weh.

Er kann nur nach dem handeln was er von uns gelernt hat

Und wenn sie ihn gar nicht mehr mögen, bitte bringen sie ihn zu mir zurück.

Wir werden immer ein Plätzchen in unseren Herzen für ihn haben.

Gott sei Dank durfte bisher noch fast jeder bei seinen Leuten bleiben und wird geliebt. (oder sollte ich verwöhnt sagen...?)

Bisher freuen wir uns über die vielen, lustigen Berichte, die uns erreichen

und dafür möchte ich allen Haltern meiner Babys von Herzen dankbar sein.